Für schwere Baumaschinen – wie Bagger, Radlader, Planierraupen und Baggerlader – sind Schwenkgelenke und Verbindungsbolzen extremen Stoßbelastungen, starken Fehlausrichtungen und abrasiven Baustellenumgebungen ausgesetzt. Traditionell bedeutete die Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit dieser Gelenke, sich auf häufige manuelle Schmierintervalle zu verlassen.
Moderne Erstausrüster (OEMs) und Flottenmanager steigen jedoch zunehmend auf selbstschmierende Gleitlager um (wie z. B. Buchsen aus Bronze mit festem Schmiermittel und Metall-Polymer-Verbundwerkstoffe). Durch die Eliminierung oder drastische Reduzierung der Abhängigkeit von externem Fett senken selbstschmierende Buchsen direkt die Gesamtbetriebskosten (TCO) über den Lebenszyklus der Maschinen.
Aufschlüsselung: Finanzielle und betriebliche TCO-Auswirkungen
Die Gesamtbetriebskosten bei schweren Geräten gehen weit über die anfängliche Beschaffung von Komponenten hinaus. Die TCO berücksichtigt routinemäßige Wartungsarbeiten, Schmierstoffverbrauch, ungeplante Ausfallzeiten und Austauschzyklen von Komponenten.
| Kostentreiber | Traditionelle gefettete Stahlbuchsen | Selbstschmierende Lager | TCO-Vorteil |
| Routine-Wartung | 10–30 Minuten pro Schicht für das Fetten mehrerer Schwenkpunkte | Keine routinemäßige Fettschmierung erforderlich (oder verlängerte Intervalle) | 80 %+ Reduzierung der routinemäßigen Arbeitskosten |
| Fettverbrauch | Hohe Mengen an schwerem EP-Fett, die jährlich verbraucht werden | Kein oder minimaler Fettverbrauch | Direkte Einsparungen bei Schmierstoffversorgung und -entsorgung |
| Ungeplante Ausfallzeiten | Hohes Risiko eines Festsitzens des Bolzens, wenn ein Schmierpunkt übersehen wird | Kontinuierlicher selbstschmierender Film verhindert Trockenreibung | Maximale Maschinenlaufzeit und Produktivität |
| Umweltauswirkungen | Überschüssiges Fett tritt auf Baustellen aus und birgt Verschüttungsrisiken | Sauberer Betrieb; keine externe Fettleckage | Reduzierte Haftung und Reinigungsaufwand |
Kerntechnische Treiber der TCO-Reduzierung
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Unter realen Baustellenbedingungen werden manuelle Schmierpläne häufig versäumt oder unsachgemäß durchgeführt. Ein einziger unterversorgter Schwenkpunkt an einem Baggerarm oder einer Baggerschaufel kann innerhalb von Stunden zu einem Fressen des Bolzens führen. Selbstschmierende Lager verwenden eingebettete Festschmierstoffe (wie Graphit oder PTFE), die während der Oszillation dynamisch einen hauchdünnen Schmierfilm abgeben und so eine kontinuierliche Reibungsreduzierung unabhängig von der Überwachung durch den Bediener gewährleisten.
Wälzlager haben Schwierigkeiten bei den langsamen, hochbelasteten, oszillierenden Bewegungen, die typisch für Verbindungen von Baumaschinen sind, und leiden oft unter falscher Brinellierung (Rillenbildungen). Selbstschmierende Gleitlager verteilen schwere Radiallasten auf eine viel größere Kontaktfläche und können statische Lasten bis zu 250 N/mm2 ohne Ermüdungsbruch bewältigen.
Nasses Fett wirkt wie ein Magnet für Kies, Sand und Baustellenstaub und bildet eine abrasive Schleifpaste im Lagergehäuse. Selbstschmierende Trockenlager eliminieren klebriges Fett und reduzieren so die Partikelanhaftung. Darüber hinaus wischt die Festschmierstoffmatrix kontinuierlich die Gegenwelle ab und bettet feine Partikel harmlos in die Auskleidung ein, ohne den Bolzen zu beschädigen.
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